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Unsere
Verlobung - von Anfang an
Tja,
Leute, nun ist es so weit: Simone und ich haben uns verlobt... .
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Teil
1 (von Peter):
Für Simone die Überraschung schlechthin ;-) Wir haben die Geschichte
schon öfters erzählt - doch sicher nicht allen, die sich dafür interessieren.
Das hat natürlich keine persönlichen Gründe! Wir sehen viele Freunde
und Verwandte nur mehr alle zwei bis drei Monate und deswegen dauert
es manchmal, bis man sich wieder von Angesicht zu Angesicht sieht.
Deswegen, und weil die Geschichte - meiner bescheidenen Meinung
nach - auch lesenswert ist, gibt es die Story an dieser Stelle noch
mal.
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Stimmen
im Kopf
Wer mich kennt, der weiß sicherlich, dass ich mir bei bestimmten
Dingen schon lange vorher Gedanken mache. Genau so auch hier. Die
Idee Simone zu fragen, ob sie mich mal heiraten will, kam mir sicher
schon über ein Jahr lang immer wieder in den Sinn. Doch so richtig
wollte sich der Gedanke nicht festsetzen. Immer wenn andere Sachen
mit höherer Priorität daher kamen, verschwanden die Geisterbilder
wieder. Es war auch so, dass ich mit mir selber ja auch noch nicht
einig war. Der gute Friedemann Schulz von Thun sprach in all seinen
Teamkollegen aus meiner Brust. Der Euphorist mit einem "Ja, klar
doch!", ein Abwartender der meinte "Das hat doch noch Zeit...",
ein um die Gesellschaft Besorgter mit seinem "Du-bist-jetzt-auch-schon-über-30-Gelabere"
und einer dem Establishment sich vehement entgegenstellender "Verloben-ist-doch-spießig-Geselle".
Mag sein, dass sich ab und zu noch ein paar Geister hinzugesellten,
doch alle kamen und gingen wieder so schnell, dass ich mir beizeiten
wie ein Fast Food Drive In vorkam.
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Irgendwann in den letzten Monaten reifte der Gedanke dann doch zu
einem konkreten heran und aus der Idee wurde ein Entschluss. Wenn
mann bei einer Frau um ihre Hand anhalten möchte ist das von Natur
aus schon ein Moment innerer Nervosität. Den Entschluss dann auch
umzusetzen noch viel mehr! Ich wollte ja schließlich nichts in den
Sand setzen und mich auch später noch gerne daran erinnern. Gleichzeitig
bedeutete das auch: "Mach´s g'scheid oder gar nicht!" Ein Antrag
zwischen Tür und Angel kann ja gerne ein Zeitschriftenjahresabo
betreffen aber nicht die Frage aller Fragen.
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Der
Eine Ring musste her
Ohne Ringe keine Verlobung - ohne Verlobung keine Heirat und ohne
Heirat keine Steuerklasse III... ;-) Scherz beiseite; obwohl ich
nicht vorhatte meinen Antrag (wie aus amerikanischen Filmen bekannt)
auf Knien vorzubringen, so wollte ich doch mit dem Ring meiner Ernsthaftigkeit
Ausdruck verleihen. Welcher Ring Simone gefallen würde, war mir
(wenigstens das) schon von Anfang an klar. Nur "Der Eine Ring",
vielfach gewürdigt in John Ronald Reuel Tolkiens weltbekanntem Roman,
kam in Frage. Zum Glück war das gute Teil in München nicht allzu
schwer aufzutreiben! |
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Wenn jemand Glück hatte spricht der Volksmund gerne "... zur passenden
Zeit am passenden Ort...". Insofern musste ich diese beiden Bedingungen
erst erfüllen. Wann und vor allem wo sollte ich den Antrag stellen?
Hier erinnerte ich mich an ein Lufthansa Werbeplakat, welches vor
ein bis zwei Jahren gegenüber unserer Haustüre hing. Der mit der
Nachtaufnahme einer Weltstadt bebilderte Werbetext lautete: "Es
gibt romantischere Orte für eine Heiratantrag als beim Italiener
um die Ecke!" Was soll ich dazu noch sagen....? Zufällig ;-) hatten
wir schon unseren Urlaub in Rom gebucht - meine Frage war beantwortet.
Alles andere musste sich irgendwie von alleine ergeben... .
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Auf
der Suche nach dem einen Moment
Ein paar Wochen später. Mein erster Eindruck von Rom: hier geht
alles, nur kein Heiratsantrag! So viele Leute, so laut, so heiß
und keine ruhige Ecke. Wie soll das nur gut gehen? Eines schon mal
vorweg: es ging gut! Am zweiten Tage unseres Aufenthaltes in Rom
waren wir schon sehr weite Wege durch die überfüllten Straßen vom
ehemaligen Zentrum des römischen Reiches gegangen. Die Füße taten
weh, die Sonne brachte uns zum Schwitzen und wir waren auf dem Rückweg
in unser Hotel. Im Zuge dessen mussten wir noch den verkehrsgewaltigen
Piazza Venezia überqueren. An dessen Rand - direkt gegenüber des
gewaltigen Monumento a Vittorio Emanuele II. - erblickten wir ein
paar sehr alte Steinbänke. Da ich aufgrund der großen Hitze wieder
mal eine Pause benötigte, ruhten wir uns auf einer dieser Bänke
aus. Die Sonne war schon am Untergehen, als am Parkplatz vor uns
eine Hochzeitsgesellschaft aus mehreren Autos stieg. Das ist ein
Zeichen dachte ich mir. Jetzt oder nie....!
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Teil 2 (von Simone):
Peter und ich - beide ziemlich k.o. vor lauter Hitze und langen
Fußmärschen - saßen also auf der kühlenden Steinbank, warfen uns
verliebte und glückliche Blicke zu. Ich werde nun nicht alles im
O-Text wiedergeben (das erzähle ich nur "Auserwählten"), aber, das
wichtigste: Peter fragte mich, ob ich denn seine Frau werden wolle!
Ich konnte es kaum fassen! Und wie ich das wollte (und noch immer
will)! Peter überreichte mir - wie kann's auch anders sein - ein
Nici-Schäfchen (der Serie Jolly Mäh) mit einem kleinen Täschchen
zwischen seinen "Händen", in dem sich der Eine Ring in Silber befand.
Ich war einfach baff, überglücklich und überrascht hoch zehn! Peter
steckte mir den Ring an - wir beide zitterten vor Aufregung - er
passte! Wir saßen noch weitere zwei Stunden auf dieser Bank, hörten
keinen Lärm, bemerkten keine Leute rund um uns. Es gab nur uns zwei
und unsere Verlobung. Besser hätte Peters Timing nicht sein können.
Eine - und das beste: die eigene - Verlobung in Rom! Was kann frau
sich mehr wünschen? |
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